Zwischen Phuket, Krabi, Khao Lak und Koh Samui den bekanntesten Urlaubsgebieten Thailands befindet sich der Khao Sok Nationalpark. Der Park empfängt Menschen aus aller Welt die sich hier dem Kontrast zwischen den Großstädten und der Natur hingeben. Besucher haben die Möglichkeit zu Fuß, auf dem Rücken eines Elefanten oder vom Wasser aus Khao Sok zu erkunden.
Wer sich für eine Übernachtung entscheidet dem empfehlen wir das Riverside Cottages welches direkt am Fluss liegt. Eine Übernachtung im Khao Sok ist eine perfekte Ergänzung zu den Bausteinen der Andamanensee und macht so den Aufenthalt in Thailand unvergesslich.
Der Regenwald vom Khao Sok Park ist klimatologisch gesehen ein immergrüner Regenwald und der Rest eines 180 Millionen Jahre alten Ökosystems, viel älter und artenreicher als das Amazonasgebiet oder die der Regenwälder in Zentralafrika. Der botanische Reichtum der Region, der Überfluss von frischem Wasser und der Schutz des äußerst rauen Terrains machen den Khao Sok zur ersten Heimat für viele Arten der Tierwelt. Zusammen mit den Naturreservaten von Klong Saeng und Klong Nakha im Norden, und dem Nationalpark Sri Phang im Westen, umfassen diese Parks das größte zusammenhängende geschützte Waldgebiet im südlichen Thailand. Der Khao Sok wurde noch nicht vollständig erforscht. Die Erforschung von Reptilien, Amphibien, Insekten und Pflanzen hat erst begonnen und befindet sich noch in den Anfängen.
Khao Sok liegt in Südthailand in der Provinz Surat Thani etwa 120 Kilometer nördlich von Phuket. Der Park hat eine Gesamtfläche von 739 Quadratkilometern und beinhaltet beeindruckende Kalksteinhöhlen, Klippen, Flüsse und Wasserfälle. Die Kalksteinberge waren einst vor über 200 Millionen Jahren ein großes Korallenriff, die Beweise dafür lassen sich teilweise auf über 900 Meter wiederfinden. Die höchste Erhebung des Parks ist der Khao Mok mit etwa 961 Metern. Der Khao Sok Nationalpark ist ein echter Regenwald der sich damit von den Monsunwäldern im Norden unterscheidet.
Die Malayische Halbinsel und der südliche Teil von Thailand zählen zu den bedeutendsten Wanderungsrouten menschlicher Rassen und Kulturen in der Welt. Es wird vermutet, dass seit der Steinzeit hier Menschen lebten, denn für den Unterschlupf sind unzählige Höhlen vorhanden, und das Land bietet viele wilde Früchte und Tiere für die Nahrungsversorgung. In ersten historischen Schriften während der Herrschaft von König Rama II. im späten 18. Jahrhundert wird die Anwesenheit von Bewohnern erwähnt, als die Burmesen die Küstenstädte Takuapa, Takua Toong und Talang (Phuket) einnahmen. Die Bewohner der Küstenregion flüchteten damals in die Wälder. Nach einer Epidemie 1944 im Park flohen viele Einwohner aus dem Gebiet. Über die Siedlung Ban Sop wurde ein Bann verhängt. Erst als 1961 eine Verbindungsstraße zwischen Takuapa und Phun-Phin gebaut wurde füllte sich die Gegend mit neuem Leben.
Untersuchungen bestätigten, dass in diesem Gebiet eine unschätzbare Flora und Fauna, mehrere seltene Vegetationsarten und viele Naturschönheiten vorhanden waren: spektakuläre Kalkstein-Berge, Klippen, Höhlen, Flüsse und viele Wasserfälle wurden entdeckt. Diese Erkenntnis führte 1980 zur Gründung des Khao Sok Nationalparks.
Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten
Der Khao Sok Nationalpark bieten mit seiner Artenreichen Tier- und Pflanzenwelt jede Menge zu entdecken.
Chiao Lan See
In dem Park wurde 1980 ein Dam eingebaut um die Provinz Surat Thani mit Wasserenergie zu versorgen. Dadurch entstand der riesige Chiao Lan See. Einheimische bieten Bootstouren auf dem 162 Quadratkilometer großen See an.
Wasserfälle
Der Park hat zahlreiche Wasserfälle wie etwa Bang Hua Rat, Bang Lab Nam, Mai Yai, Sip Et Chan. Um zu den Wasserfällen zu gelangen, müssen fast immer einige Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden. Wer nach der Wanderung eine Abkühlung braucht, kann sich im angesammelten Wasser der Kaskaden erfrischen.
Nächtliche Wanderung
Viele Besucher von tropischen Regenwäldern sind oft enttäuscht, dass sie nicht auf Anhieb wilde Tiere zu sehen bekommen. Das liegt daran, dass die meisten Besucher den Park um die Mittagszeit aufsuchen. Tiere sind hier vor Menschen äußerst ängstlich, weil sie schon von den Waldbewohnern vor mehr als 50.000 Jahren gejagt wurden. Die Mehrheit der größeren Tiere im Khao Sok hat seine Aktivitäten deshalb in die Zeit nach der Dämmerung verlegt. Vor allem Katzen, Bären, Hirsche und sogar die Elefanten gehen kurz vor Sonnenuntergang auf Nahrungssuche. Diese Strategie hat in der Vergangenheit ihr Überleben von Menschen gesichert. Der Parkbesucher sollte am Tag nach Spuren suchen. Fährten finden sich am besten an einem sandigen oder schlammigen Fluss, oder an feuchten Stellen eines Dschungelpfades. Besuchen Sie den Park bei Nacht mit einer Halogenlampe. Man muss sich äußerst still verhalten und die Gruppe sollte klein sein. Auch dunkle Kleidung ist vorteilhaft. Auf gar keinen Fall darf geraucht werden.
Bambuswälder
In einigen Zonen des Parks befinden sich riesige Bambushaine. Es gibt mehr als 1.500 Spezies dieser Familie. Bambus ist das älteste Gras der Erde und etwa 60 Millionen Jahre alt. Es ist auch das höchste Gras (bis zu 10 Meter hoch). Einige Spezies können innerhalb eines Tages mehr als einen Meter wachsen.
Spinnen und Ameisen
Einige der häufigsten Insekten im Regenwald sind die Spinnen, Ameisen, Termiten und Bienen. Hier in Park lebt eine große Vogelspinnenart, die gewaltige Netze baut. Es wird vermutet, dass diese Spinne neben Insekten auch kleine Vögel verzehrt. Das Weibchen ist sehr groß und bunt, das Männchen dagegen viel kleiner. Die rote Weberameise ist eine von Tausenden Ameisen-Spezies und baut ihre Nester auf Blätter und Sträuchern. In der Regel greifen Weberameisen nur an, wenn ihr Nest bedroht wird. Ihr Biss ist sehr schmerzhaft. Die Eier der Weberameisen sind für viele Thais eine Delikatesse.
Wilde Früchte und Hornvögel
In den Wälder von Südostasien gedeihen hunderte verschiedener Arten von essbaren Früchten wie Jackfrucht, Mangosteen, Durian, Rambutan und Pomelo um nur einige zu nennen. Der Hornvogel lebt fast ausschließlich von den Früchten des tropischen Regenwaldes. Er hat seinen Namen von seinem enorm großen Schnabel, dass einem Horn gleicht und besitzt oft eine knochige Erhöhung am Kopf. 30 der weltweit 45 Hornvogelarten kommen in Asien vor, davon 13 Arten in Thailand.
Rafflesia Kerrii Meijer
Die Rafflesia Kerrii Meijer, ist mit 100cm Durchmesser die größte Blüte der Welt und im Khao Sok Nationalpark heimisch. Die Blüte wächst ganze 9 Monate bevor sie für nur 7 Tage blüht.
Elefantenreiten und Kanufahren
Auch wenn man die meiste Zeit zu Fuß unterwegs ist, besteht die Möglichkeit Teile des Parks auf einem Elefantenrücken zu erkunden. Den riesigen Chiao Lan See mit seinen über 100 Inseln erkundet sich am besten auf einem Kanu oder einem Floß. Mit dem Kanu kann man auf dem Fluss Sok den Nationalpark auf eine ganz besondere Art und Weise erkunden und ist wegen der beeindruckenden Passagen bei Reisenden sehr beliebt. Auf den ausgebauten Pfaden ist das Mountainbike ein ideales Mittel um auch etwas weiter entfernte Ziele schnell zu erreichen.
Anreisemöglich & Verkehrsmittel vor Ort
Von Bangkok aus fährt ein Bus nach Surat Thani und braucht für diese Strecke etwa 10 Stunden. Eine weitere Möglichkeit der Anreise ist mit dem Zug von Bangkok aus nach Surat Thani zu fahren. Die Fahrt mit dem Zug dauert zwischen 9 und 12 Stunden. Von Surat Thani aus fährt ein Bus nach Khao Sok und benötigt dafür eine weitere Stunde.
Wer es gerne schneller habe möchte kann von Bangkok aus nach Surat Thani oder Phuket fliegen, wobei der Flug nach Surat Thani günstiger ist und näher am Park liegt. Von Phuket aus verkehrt ein Bus nach Surat Thani der in Khao Sok einen Halt einlegt.
Klima & Reisezeit
Der Khao Sok Nationalpark liegt im Mittelpunkt des Zentralmassives, der das Rückgrat der Thai-Malayischen Halbinsel bildet. Der jährliche Monsun erreicht den Khao Sok von der Andamanen-See im Westen und im Osten vom Golf von Thailand.
Daher ist diese Gegend eines der regenreichsten Gebiet in Thailand mit einem jährlichen Niederschlag von 3500 mm. Obwohl es hier monatlich regnet, fällt während Dezember bis Mai kaum Niederschlag und von Mai bis November regnet es oft sinnflutartig.